Zusatzinformation "Infrarot-Mauerwerkstrocknung"

Als Folge der Oderflut wurde bei vielen Objekten das Mauerwerk vollständig durchfeuchtet. Eine Trocknung auf herkömmliche Weise, mit Trocknern und Ventilatoren, beanspruchte lange Zeiträume mit erheblichen Geräte- und Energiekosten.

Die IBT in Freiberg hat deshalb in Zusammenarbeit mit EBS, Infrarot-Platten entwickelt und erprobt, mit denen auch starkes Mauerwerk nicht nur auf der Oberfläche sondern auch in der Tiefe in weitaus kürzeren Zeiten getrocknet wird. Zur Anwendung kommt ein Transformiertes Selektives InfraRot (STIR) mit einer hohen Konzentration von ermittierenden Energien im Bereich von 3 und 6 um.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Trocknungstechnik (warme Luft durch Trockner und Ventilatoren auf die Oberflächen geleitet) dringt das STIR in die äußere Schicht des Mauerwerks ein, wandelt sich dort in Wärme um, die dank der guten Wärmeleitfähigkeit des Materials, unterstützt durch das vorhandene Wasser in die Tiefe des Mauerwerks transporttiert wird.

Das vorhandene Wasser verdampft und wird durch das Partikeldruckgefälle zur Oberfläche geführt und dort an die Umgebung abgegeben. Durch den zusätzlichen Einsatz von Trocknern und Ventilatoren wir das Partikelgefälle erhöht, die Trocknung beschleunigt. Ein besonderer Vorteil von STIR besteht in der sehr starken Reduzierung von Pilzen und Bakterien. STIR erwärmt das Wasser in den Mikroorganismen. Das führt zur Verdampfung und damit auch zur Vernichtung der schädlichen Sporen und Keime.

Im Gegensatz zur Mikrowellentechnik ist STIR für den Menschen ungefährlich. Es handelt sich um eine Infrarot-Strahlung im langwelligen Bereich ähnlich der Sonnenstrahlung, Strahlung von Kaminen oder Öfen oder Rotlichtlampen. Bei Durchfeuchtungen in unteren Wandbereichen kommen einzelne Infrarotplatten zur Anwendung.