Ausgleichsfeuchte

Die Ausgleichsfeuchte eines Stoffes ist die Feuchte, bei der derselbe keine Feuchte mehr an die Umgebung abgibt. Der Stoff wird dann, bezogen auf die klimatischen Bedingungen (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) denen er ausgesetzt ist, als trocken bezeichnet.

Die allgemein genannten Ausgleichswerte beziehen sich auf ein Klima von 20°C und 65 % relative Luftfeuchte. Häufig werden diese Werte auch mit „Haushaltsfeuchte“ oder als „lufttrocken“ bezeichnet. Sie dürfen jedoch nicht mit den Werten die eine Be- oder Verarbeitungsfähigkeit des Werkstoffes gegeben ist.

Bei der Beurteilung der Feuchtigkeit eines Baustoffes ist vorrangig das umgebende Kilma zu beachten. alle Materialien sind ständig wechselnden Temperaturen und Luftfeuchten ausgesetzt. Die Beeinflussung der Materialfeuchte hängt wesentlich von der Wärmeleitfähigkeit, der Wärmekapazität, dem Wasserdampf-Diffusionswiderstand sowie der hygroskopischen Eigenschaft des Stoffes ab.