Calciumcarbid-Methode

Die CM – Prüfung ist zur Bestimmung der Feuchte von mineralischen Baustoffen geeignet. Man kann beispielsweise die Durchfeuchtung von verputzten Wänden oder die Verlegereife eines Estrichs ermitteln.

Dazu wird dem Bauteil je nach vermuteter Durchfeuchtung eine Messprobe von etwa 10g bis 50g entnommen. Das Prüfgut wird in einem Mörser zerkleinert und dabei grobe Teile wie Split und Kies aussortiert. Da diese keine Feuchtigkeit enthalten, würden sie das Messergebnis verfälschen. 

Nach genauem Abwiegen der Probe, wird diese zusammen mit 4 Stahlkugeln unterschiedlicher Größe und einer Ampulle Calciumcarbid in eine Druckflasche aus Stahl gegeben. Die Flasche wird mit einem Manometerkopf verschlossen und ca. 10 Minuten kräftig geschüttelt. Die Kugeln zerkleinern das Material sowie die Ampulle. 

Durch die chemische Reaktion von Wasser im Material und Carbid aus der Ampulle entsteht ein konstanter Druck, abhängig von der Wassermenge, der am Manometer abgelesen werden kann.

Aus diesem Druck und der Probenmenge ergibt sich der Wassergehalt in Prozent, den man aus Tabellen ablesen kann. 

Die CM – Prüfung kann unkompliziert vor Ort vorgenommen werden, das heist, es sind keine aufwendigen Laboruntersuchungen wie bei der Darrprobe notwendig.

Die Ergebnisse dieses Verfahrens sind gerichtsverwertbar.